Vorgehensweise bei Radierungen

Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Radierung erfunden, wobei eine Platte mit Chemikalien behandelt wird und so ein Abbild einer Grafik geschaffen wird, die durch Druck häufig vervielfältigt werden kann. Wie beim Kupferstich konnten mit einer Radierung aber lediglich Linien dargestellt werden, was sich durch die Entwicklung der Schabtechnik änderte, denn nun konnte man einheitliche Flächen einfärben und eine Grafik viel besser darstellen. Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte Alois Senefelder die Lithografie, wodurch sich Druckplatten sehr viel schneller herstellen ließen und nach und nach auch neue Berufe, wie zum Beispiel der Zeitungszeichner – also ein Grafiker – und auch Karikaturisten ergaben.

Zu den heutigen grafischen Berufen gehören nicht nur der Drucker und der Grafiker, sondern auch der Formschneider, der Kupferstecher, der Kopigrafiker, der Mediengestalter in den Bereichen Digital und Print sowie der Polygraf und der Gestaltungstechnische Assistent.

Der Bereich der Computergrafik gehört eigentlich zur Informatik, wobei ein Computergrafiker auch Bilder bearbeitet und Grafiken erstellt. Durch Neuerungen in der Entwicklung von Computern wurden neue Eingabegeräte wie eine Maus oder ein Grafik-Tablett möglich, sodass neue Möglichkeiten im Bereich der Grafik entstanden, wozu auch Grafik-Design zählt, ohne das der Beruf der Grafiker heute fast schon undenkbar wäre, denn eigentlich läuft jede Grafik über einen Computer, wo sie erstellt und bearbeitet wird.